"Achtsamkeit" in Hildesheim und Dortmund

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Am 6. und 7. Juni fanden Fortbildungstage an zwei Standorten für alle Mitarbeitenden der Sonderpflege zum Thema "Achtsamkeit" statt.

Als Referentin konnten wir Hedi Gieß, Traumafachberaterin und Leiterin des Instituts "Trauma und Pädagogik" gewinnen.

In unserer Einrichtung werden überwiegend Kinder und Jugendliche mit Störungsmustern in Folge von traumatischen Erlebnissen betreut, deshalb nimmt der traumapädagogische Ansatz in unserer Arbeit eine wichtige Stellung ein. Dabei werden die Mitarbeitenden konfrontiert mit überwältigenden, impulsiven und überraschenden Gefühlen und Verhaltensweisen. Der Kontakt mit diesen traumatisierten Kindern und Jugendlichen kann bei Mitarbeitenden besonders starken traumatischen Stress hervorrufen (sekundäre Traumatisierung).  

Vermeiden lässt sich eine sekundäre Traumatisierung nicht. "Der beste Schutz im Umgang mit sekundärer Traumatisierung ist die persönliche Auseinandersetzung mit sich, dem direkten Umfeld, den eigenen kognitiven und emotionalen Verarbeitungsmustern und die Stärkung bzw. Weiterentwicklung der eigenen resilienten Kräfte ... Nach dem Motto - Man kann nur mit vollen Taschen geben - sollte der grundlegende Blick immer auf die Erhaltung der eigenen seelischen und körperlichen Gesundheit gerichtet sein" (Hedi Gieß).

Hedi Gieß gestaltete die Tage lebendig, praxisnah und mit vielen konkreten Beispielen und unsere Mitarbeitenden gehen gestärkt in den Alltag. Wir bedanken uns bei Hedi Gieß für die qualifizierte und höchst interessante Begleitung durch diese Tage.