Der traumapädagogische Ansatz nimmt in unserer Arbeit eine wichtige Stellung ein.

 

Martin Buber sagt: 

                              „ Ausschlaggebend ist

                         nicht die pädagogische Absicht,

                      sondern die pädagogische Begegnung“

 

Die konzeptionelle Basis für das pädagogische Wirken ist das Angebot stabiler, kontinuierlicher und alternativer Beziehungserfahrungen.

 

Zudem wird die emotionale Stabilität der hochbelasteten Kinder / Jugendlichen durch strukturelle Voraussetzungen des traumapädagogischen Milieus (Konzept des „sicheren Ortes“) gefördert. Dies beinhaltet räumliche Voraussetzungen sowie relevante und ritualisierte Abläufe im pädagogischen Alltag.

 

Ein geschützter Rahmen wird für das Kind / den Jugendlichen durch eine hohe Akzeptanz geschaffen. So erfährt das Kind / der Jugendliche trotz „auffälligen“ Verhaltens Entlastung und der Beziehungsaufbau wird erleichtert. Traumatisierte Kinder / Jugendliche handeln beispielsweise häufig im Sinne einer Überlebensstrategie und diese gilt es in der Funktion und Auswirkung zu verstehen.

 

Auf der Grundlage von Wertschätzung und Angenommen sein sowie durch verlässliche und vorhersehbare Strukturen wird den Kindern / Jugendlichen Orientierung und Sicherheit im täglichen Zusammenleben geboten.

 

Wichtige Aspekte traumapädagogischer Förderung liegen in der (Weiter-) Entwicklung von sozialen Kompetenzen und sozialer Wahrnehmung, Förderung der Sinnes-, Körper- und Selbstwahrnehmung, der Emotionsregulation und einer verbesserten Selbstwirksamkeitserwartung der Kinder und Jugendlichen.

 

Den Kindern / Jugendlichen wird ein verlässliches Beziehungsangebot und gleichzeitig einschätzbares Verhalten der Erwachsenen angeboten.

 

Diese intensive pädagogische Arbeit mit den Kindern / Jugendlichen erfordert von den Mitarbeitenden ein spezifisches Fachwissen und eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit. Notwendig ist die Fähigkeit zu konstruktiven Konfliktlösungen, eine Handlungssicherheit in Krisensituationen sowie eine grundsätzliche Belastbarkeit.

 

Hinzu kommen Aspekte der Selbsterfahrung und Selbstfürsorge der pädagogischen Fachkräfte.

 

Nicht zuletzt beinhaltet Traumapädagogik auch spezifische Unterstützung der Mitarbeitenden durch die Leitungsebene sowie ein wertschätzendes Klima und die sogenannte „traumapädagogische Haltung.“

Eine interne Weiterbildung in Traumapädagogik (Curikulum 2013/2014 mit dem Bremer Institut Traumapädagogik) bildet die Basis für unsere pädagogischen Fachkräfte. Laufende Schulungen im Bereich Traumapädagogik sowie die entsprechende Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen ergänzen diese Qualifikation. Außerdem sind inzwischen mehrere Mitarbeitende nach den Richtlinien der DeGPT und des Fachverbandes Traumapädagogik als TraumapädagoInnen/TraumafachberaterInnen ausgebildet und wirken so als Multiplikatoren innerhalb unserer Einrichtung.